All Articles

    News [Lecture]

    Kleine Eingriffe

    Research

    Ausgehend von der Frage, inwiefern die funktional optimierten Wohneinheiten der Nachkriegszeit noch den Anforderungen der heutigen Gesellschaft entsprechen, erörtert die Publikation „Kleine Eingriffe. Neues Wohnen im Bestand der Nachkriegsmoderne“ einerseits die politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen des Bestandes und andererseits seine baugeschichtliche, räumliche und konstruktive Beschaffenheit.

    Jedes Gebäude enthält Informationen, deren Beschaffung essentiell ist für eine situative, sozialverträgliche Entwurfsarbeit im Sinne des Kleinen Eingriffs. Die Analyse des Bestands als Informationsfigur fördert vorhandene Qualitäten zu tage, die der Situation angemessene Entwurfsentscheidungen hervorbringen – sie beruht auf der Idee des Architekten als Forscher und Vermittler.

    Kleine Eingriffe. Neues Wohnen im Bestand der Nachkriegsmoderne
    Walter Nägeli, Niloufar Tajeri (Hg.)
    Birkhäuser Verlag, 2016
    ISBN 978-3-0356-0842-7

     

    Niloufar Tajeri ist Architektin und lebt in Berlin. Seit 2013 lehrt und forscht sie zu Entwurfsmethoden des minimalen Eingriffs mit einem Fokus auf Wohnbauten der Nachkriegsmoderne. Sie lehrte als wissenschaftliche Angestellte am Fachgebiet Bauplanung, Institut Entwerfen, Kunst und Theorie des KIT Karlsruhe und bereitet aktuell eine Dissertation über das Pallasseum (1977, ehemals „Sozialpalast“ oder „Wohnen am Kleistpark“) von Jürgen Sawade vor. Ihre Texte sind u.a. in der ARCH+, dérive und Volume Magazine sowie im Birkhäuser Verlag und Sternberg Press erschienen. 2016 war sie Stipendiatin in der Kunstsparte Architektur an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.

    Die Berliner Flussarbeiten - Mitte aus dem Ruder

    Final Jury

    Teaching

    Die Werkstattreihe Straßenarbeiten/Flussarbeiten untersucht seit 2009 lineare Strukturen in Berlin und anderen europäischen Großstädten (London, Zürich). Dieses Semester wurde der Spreeraum in Berlin Mitte erkundet.
    Hypothese: keine städtebauliche Situation ist zu verkrampft, dass sie sich nicht von Potenzialen durchfließen lässt; trotz aller Evidenzen bleibt Mitte ein geeigneter Raum für wilde Fantasien. Die Initiative „Flussbad Berlin“ als mögliche Bresche: Kann die Transformation eines ungenutzten Spreekanals in einen sauberen Fluss / Bad mitten in der Stadt eine positive Kontamination der umliegenden (grauen) Bausubstanz initiieren? Eine definitive Rückkehr des Zweifelns, nach Jahren eindeutiger Einsätze?
    Im Spiel: Gemeingüter als Mulden von Urbanität und sozialer Vielfalt, die Entstehung neuer Ökologien in der Stadt, die innere Kolonisierung und Sedimentation aller möglichen Baustrukturen – selbst Attrappen und tristen Monstern aus der 90er Jahren.
    Während des intensiven 5-wöchigen Workshops wurden städtebauliche „Prototypen“ und Zukunftsszenarien entwickelt für eine wildere, unschärfere Mitte.

    News [Lecture]

    The City between Freedom and Security

    Research

    The publication “City Between Freedom and Security” (edited by Deane Simpson, Vibeke Jensen, and Anders Rubing) explores the contested territory between the state and corporate drive to ‚securitise‘ urban space – and the principle of the city as a site for enacting open civil society, participatory democracy, and the freedom of speech and assembly. The book functions as a broader discursive platform mediating opposing positions at the intersection of architecture/urbanism and security/democracy.

    The City Between Freedom and Security: Contested Public Spaces in the 21st Century

    Deane Simpson, Vibeke Jensen, Anders Rubing (Eds.)

    Birkhäuser Verlag 2017

    ISBN 978-3-0356-0761-1

     

    Vibeke Jensen is a Norwegian artist with a particular interest in the psychogeographic mapping of the
    urban scene, and its deconstruction and
    reconfiguration within the space of digital information. In particular, Jensen has investigated the practice of surveillance, recognizing this as a central structural element of advanced urban cultures. Her interventions in public space have been realized in Shanghai, New York, Oslo, Trondheim, Graz, and most recently in the Triennale Brugge 2015. As part of her critical spatial praxis Vibeke teaches at the Bergen School of Architecture where she has been a visiting professor since 2010.

     

    Deane Simpson is an architect, urbanist and educator teaching and researching at The Royal Danish
    Academy of Fine Arts School of Architecture, Copenhagen, where he is Associate Professor and co-leader with Charles Bessard of the masters program
    Urbanism and Societal Change. He taught at BAS Bergen, the Architectural Association in London, and the ETH in Zurich, and was Senior Researcher at the ETH SEC Future Cities Laboratory. His research addresses contemporary urban and architectural phenomena, including themes such as: the urban implications of demographic transformation; social and environmental sustainability within urban and regional settings; the securitization of the public space; and the spatial conditions aligned to the transformation of Danish welfare systems. He is author of Young-Old: Urban Utopias of an Aging Society (2015); co-editor of The City Between Freedom and Security (2016), and co-editor of the forthcoming Atlas of the Copenhagens (2017).

    Stadtraumprotokolle Berlin. Eine Ermittlung [Seminar]

    Erste Veranstaltung

    Research

    Nachdem die Projektwerkstatt Placemaking im vergangenen Sommersemester mit dem Oasenspiel im Brunnenviertel einen kleinmaßstäblichen Rahmen für gemeinschaftliche Raumgestaltung „bottom-up“ in Kooperation mit lokalen Akteuren getestet hat, holen wir im Wintersemester zum Gegenwurf aus: Stadtraum Protokolle meint jene Verfahren, die „top-down“ angeordnete Zielfunktionen im städtischen Raum bedienen und damit auf Stadtgrün, Tiere, Bevölkerung, Transportwege, Gewässer, Abfälle, etc. ordnende und kontrollierende Mechanismen ausüben.

    In der Projektwerkstatt wollen wir diese Protokolle näher ergründen: Ihre Spuren als Artefakte im Stadtraum lesen, notieren und kartieren. Die beteiligten Menschen kennenlernen, befragen, begleiten. Die Beziehung zwischen Mensch und Ding im Protokollverlauf nachvollziehen, dokumentieren.

    Im Wechsel zwischen Theorie, Feldarbeit und Forum wollen wir uns dem Thema der Stadtraum Protokolle aus verschiedenen Perspektiven annähern, um gemeinsam auf einen „Atlas zum Prinzip der Stadtraum Protokolle“ hinzuarbeiten, der die Ergebnisse der Projektwerkstatt dokumentieren soll und damit einige der ermittelten Protokolle offen legen wird.

     

    6LP (W), WP ggf. auf Antrag (ARCH, UD, etc.)
    Dienstags, wöchentlich, 14:00-18:00 Uhr, A 806
    Anmeldung über Liste in erster Veranstaltung

    Die Berliner Flussarbeiten - Mitte aus dem Ruder

    Doodle-Link BA Workshop

    Teaching

    Bitte tragt Euren Namen und Mail-Adresse ein, wählt das Studio und speichert.

    Viel Glück!

     

    Wohnen in Berlin 6 - Die Fischerinsel. Au revoir, Archipel! [Studio]

    Open Studio + Aufgabe 0

    Teaching

    Aufgabe 0:
    Download-Link unter dem Text

    Abgabe der Aufgabe 0 bis Freitag, den 14.10.2016, 09:00 Uhr (digital an jessica.luettke@tu-berlin.de)

    Im seit der Wende in Berlin noch immer praktizierten stadtplanerisches Dogma der Heilung und des Wiederaufbaus liegt, zwischen Townhäusern, Berliner Schloss, Museumsinsel, künftigem Flussbad Berlin und „Kreuzberger Vorstadt“, die Fischerinsel, eine der letzten innerstädtischen sozialen Wohnutopien im langsam verschwindenden Archipel der heterogenen Nachbarschaften Berlins.

    Angefeindet von denen, deren historischer Stadtkern für eine Stadtlandschaft aus Licht, Luft und demokratischer Wohnraumversorgung weichen musste, geliebt von alldenjenigen, die die Wohnungen mit Weitblick im grünen Meer bewohnen und begehrenswert für diejenigen, die eine schnelle Lösung der Wohnungsfrage oder Profitmöglichkeiten mitten in der Stadt suchen.

    Im Studio soll die Möglichkeit einer sozial, ökologisch und ökonomisch gerechten Entwicklung der Fischerinsel untersucht werden. Wie weit und in welcher Form kann/soll die Fischerinsel im Kontext des Berliner Wachstums nachverdichtet werden? Wie können lokale Akteure mit Fokus auf die soziopolitische und stadträumliche Gesamt-Lage einbezogen werden? Können sich aus diesem Lernprozess produktive Modelle für andere Großsiedlungen in der Stadt ergeben?

    In Koop. mit Flussbad Berlin e.V.

    Arch M E. 03/04 Entwurfsprojekt Städtebau I/II

    Arch M E. 07 Städtebauliche Vertiefung

    Die Berliner Flussarbeiten - Mitte aus dem Ruder [Studio]

    Erste Veranstaltung

    Teaching

    Die Werkstattreihe Straßenarbeiten/Flussarbeiten untersucht seit 2009 lineare Strukturen in Berlin und anderen europäischen Großstädten (London, Zürich). Dieses Semester erkunden wir den Spreeraum in Berlin Mitte.
    Hypothese: keine städtebauliche Situation ist zu verkrampft, dass sie sich nicht von Potenzialen durchfließen lässt; trotz aller Evidenzen bleibt Mitte ein geeigneter Raum für wilde Fantasien. Die Initiative „Flussbad Berlin“ sehen wir als mögliche Bresche. Kann die Transformation eines ungenutzten Spreekanals in einen sauberen Fluss / Bad mitten in der Stadt eine positive Kontamination der umliegenden (grauen) Bausubstanz initiieren? Eine definitive Rückkehr des Zweifelns, nach Jahren eindeutiger Einsätze?
    Im Spiel: Gemeingüter als Mulden von Urbanität und sozialer Vielfalt, die Entstehung neuer Ökologien in der Stadt, die innere Kolonisierung und Sedimentation aller möglichen Baustrukturen – selbst Attrappen und tristen Monstern aus der 90er Jahren. Methodik: präzise/sensible Untersuchung, Dokumentation und Kartierung des Umfelds des künftigen Flussbads Mitte.
    Ziel: während des intensiven 5-wöchigen Workshops werden städtebauliche „Prototypen“ und Zukunftsszenarien entwickelt für eine wildere, unschärfere Mitte.

    In Koop. mit Flussbad Berlin e.V.

    Arch BA – Projektintegrierter Entwurf Stadt

    UD Spree Athen - The River as Urban Resource [UD Studio]

    Open Studio + Introduction

    Teaching

    Berlin’s River Spree is an underappreciated urban resource, which holds tremendous potential for the future of the city. Its current status is ambiguous, caught between technocratic management as transport route, tourist destination, marketable asset for real estate developments and at the same time a space for projections and alternative imaginaries by local citizens as an urban commons.
    The Urban Design Studio will investigate the river space and its shores as a contested site where different rationalities and visions collide. As a first step students will research the diverse constellations of actors and interests, ranging from planning authorities, environmental organizations, the tourist industry and investors, to grass-roots initiatives such as residents’ associations or cooperatives – and adopt their identities in an “role playing game” (or enactment) which simulates an actual conflict scenario. The game will become the basis for the subsequent development of process driven urban design proposals in which students will explore how new actor-alliances could be forged to help to help reinforce the river as urban spine for socially, ecologically and culturally diverse neighbourhoods.
    The goals of the studio are manifold: firstly to better understand the different actors and relevant processes at play; and secondly to develop creative design concepts using different tools and methods, that replace current provision-oriented approaches to housing with new forms of co-production and actor-driven planning. Thus, the studio will produce a number of diverse yet in themselves complex, complete and coherent design projects.

    Coop. with Flussbad Berlin e.V.

    On thursdays from 09.00 till 18.00
    MA UD PJ 1-3 Project 1-3

    Wohnen in Berlin 6 - Die Fischerinsel. Au revoir, Archipel! [Studio]

    Open Studio

    Teaching

    Im seit der Wende in Berlin noch immer praktizierten stadtplanerisches Dogma der Heilung und des Wiederaufbaus liegt, zwischen Townhäusern, Berliner Schloss, Museumsinsel, künftigem Flussbad Berlin und „Kreuzberger Vorstadt“, die Fischerinsel, eine der letzten innerstädtischen sozialen Wohnutopien im langsam verschwindenden Archipel der heterogenen Nachbarschaften Berlins. Angefeindet von denen, deren historischer Stadtkern für eine Stadtlandschaft aus Licht, Luft und demokratischer Wohnraumversorgung weichen musste, geliebt von alldenjenigen, die die Wohnungen mit Weitblick im grünen Meer bewohnen und begehrenswert für diejenigen, die eine schnelle Lösung der Wohnungsfrage oder Profitmöglichkeiten mitten in der Stadt suchen.
    Im Studio soll die Möglichkeit einer sozial, ökologisch und ökonomisch gerechten Entwicklung der Fischerinsel untersucht werden. Wie weit und in welcher Form kann/soll die Fischerinsel im Kontext des Berliner Wachstums nachverdichtet werden? Wie können lokale Akteure mit Fokus auf die soziopolitische und stadträumliche Gesamt-Lage einbezogen werden? Können sich aus diesem Lernprozess produktive Modelle für andere Großsiedlungen in der Stadt ergeben?

    In Koop. mit Flussbad Berlin e.V.

    Arch M E. 03/04 Entwurfsprojekt Städtebau I/II
    Arch M E. 07 Städtebauliche Vertiefung