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    Grundlagen des Städtebaus [Lecture]

    Vorlesung

    Teaching

    Die Vorlesungsreihe stellt historische und aktuelle Tendenzen des Städtebaus vor. Es werden die Prozesse beschrieben, die urbaner Entwicklung zu Grunde liegen, und spezifische Gestalt der Stadt als Resultat dieser Prozesse interpretiert. Städtebau agiert im Spannungsfeld zwischen Choreografie, der Steuerung durch den Entwurf und Planung, und Co-Evolution, der selbst generierten, nicht geplanten Stadt. Ein besonderer thematischer Fokus wird auf Klima relevante Stadtentwicklung und Kooperation gelegt.

    Schlüsselbegriffe:
    Prozess, Gestalt, Morphologie, symbolische Form, Systemorganisation, Choreografie und Co-Evolution, Bottom-up und Top-Down, Akteur-Netzwerk Theorie, Kooperation, Energiewende, Smart Cities

    Orte:
    Addis Abeba, Berlin, Chengdu, London, Mexico City, New York, Paris, Priene, Suburbia, u.a.

    X-Factor [Studio]

    Open Studio + Aufgabe 0

    Teaching

    „X Factor“ ist eine schlechte TV Show. Der Begriff bezeichnet aber auch die unbekannte Variable, die die Spezifität eines Körpers ausmacht (the very special thing of something). Bezogen auf den Berliner Stadtteil Kreuz(X-)berg verspricht er ein alternatives Modell für die Stadt: die sogenannte „Kreuzberger Mischung“ stellt neben der Verwebung aus Gewerbe und Wohnen auch eine Verflechtung von bottom-up und top-down Prozessen dar, die eine große Identifikation, aber auch Widerstandsfähigkeit hervor gebracht hat.

    Im Rahmen des Studios möchten wir für das Dragoner Areal (Hallesches Tor, knapp 5 ha, eine der letzten innerstädtischen Entwicklungsflächen Berlins) eine Art „Code“ entwickeln, der die künftige Entwicklung des Geländes prägt und radikal neue, co-produzierte, Modelle generiert. In Hamburg hat es die Planbude (www. planbude.de/st-pauli-code) geschafft, solch einen innovativen Prozess durchzuführen. Es geht uns: um die immanenten Geschichten und Praktiken eines Bezirks, einer Nachbarschaft, eines Kiezes als Ausgangpunkt des Entwerfens bzw. des Planens; um neue Wohnformen und Betriebssysteme im Kontext des heutigen Berliner Wachstums; um unsere sich immer mehr gentrifizierenden Innenstädte; um die sich daraus ergebenden Konflikte, aber auch die sich daraus bildenden Utopien für Berlin und darüber hinaus.
    In Kooperation mit der Initiative Stadt von Unten.

    Der Jargon der Stadt [Seminar]

    Erster Termin (Infos + Eintrag in Liste)

    Research

    Ziel des Seminars ist es, den eigenen Sprachgebrauch vor allem in der Entwurfsvermittlung kritisch zu überdenken.  Wir werden neue Werkzeuge und mediale Formen des Sprachgebrauchs testen und erlernen. Es geht darum, die Wichtigkeit der medialen Übermittlung von Raum zu erkennen, die dafür nötige Zeit und Mittel richtig einzuschätzen, zu wählen, einzusetzen und andere Darstellungen in den Medien, der Immobilienbranche, Politik etc. kritisch zu hinterfragen.

    Beziehung Individuum – Gruppe – Raum: der besondere Bezug zum städtischen Raum als etwas Ungewisses, Dynamisches, dass ich durch meine Anwesenheit, Lesung und Nutzung beeinflusse und (über-) forme. Die unkontrollierbare Seite der Stadt versus der statische, bestimmte Raum. Die Stadt als Möglichkeitsraum, in dem und zu dem ich meine eigene Geschichte schreibe, einen neuen Bezug zur Stadt und damit zu mir selbst formuliere.

    Das Seminar umfasst vier Schritte: Zunächst eine theoretische Einführung zu „Raum denken“. Danach wird es zwei Ortstermine geben mit dem Thema „Raum begreifen“, diese werden betreut aufgearbeitet und in einer gemeinsame Veranstaltung, „Raum beschreiben“, präsentiert. Als Hausarbeit werden wir ein persönliches Wörterbuch der Stadt (am Beispiel des Dragoner Areals) erstellen.

     

    In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. J. Schulz, Dr. A. Galling-Stiehler, UdK Berlin, Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation.

    Spatial Commons 5 - Noch immer hin und weg vom Kiez

    SC 5 – Noch immer hin und weg vom Kiez

    Teaching

    Ausgehend von der These, dass Nachbarschaft als physischer Raum und Nachbarschaft als immaterielles Beziehungsgefecht über die im Raum stattfindenden Handlungen der Nachbarn täglich von Neuem als sozialräumliches Gemeingut reproduziert wird, möchten wir das Konzept der Commons mit den Überlegungen zur Nachbarschaft überlagern.

    Hierfür sollen die Übergangsräume zwischen Strasse und Haus, Trottoir und Wohnung oder Garten und Park als nachbarschaftliche Schwellenräume jenseits von Öffentlich und Privat lesbar gemacht werden.

    Diese gemeinschaftlich genutzten Räume im Übergang zwischen Innen und Außen, in denen ge-, ver- und ausgehandelt, getauscht, geteilt, verweilt und erinnert wird, stehen unter zunehmendem Druck.

    Mittels teilnehmender Beobachtung und kartografischer Analyse sollen Möglichkeitsräume für eine gemeinschaftsbasierte Stadtraumproduktion im Kiez erkannt und eröffnet werden.

    Blockseminar Ende Juli mit vorbereitenden Terminen und selbständiger Recherche während des Semesters.

     

    In Kooperation mit dem Nachbarschaftszentrum Cuvrystr. 13 und Studierenden der ASH Berlin im Master Praxisforschung.