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    Komplexe Wohnrealitäten [Seminar]

    Raumexperimente mit multimedialen und multiskalaren Forschungsmethoden

    Teaching

    Erste Veranstaltung: Dienstag, 19.4.22 | 14Uhr | Zoom

    Was können experimentelle Mappings als analytische Methode für die kollaborative Wissensproduktion und -kommunikation über (Wohn)Raum leisten?

    Ausgangsmaterial sind die im Citizen-Science-Projekt „Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung“ gewonnenen Daten. Aufbauend auf dem Konzept der „Joint Spatial Displays“ (Marguin et al.), wollen wir in engem Austausch mit Kindern und Jugendlichen in Neu-Hohenschönhausen gemeinsam Wege suchen, wie sich Wohnrealitäten junger Menschen mit räumlich-grafischen Methoden aufschlüsseln lassen. Die Ergebnisse sollen in eine visuell-installative Darstellung übersetzt und mit einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Das Angebot richtet sich an Studierende höherer Semester mit ausgewiesenem Interesse an Stadtforschung und Freude an transdisziplinärer Arbeit.

    Das Seminar wird als X-Student Research Group durch die Berlin University Alliance gefördert.

    Die Veranstaltung findet alle zwei Wochen statt. Hinzu kommen Blockveranstaltungen am 26.4. und 27.4. sowie vom 27.6. bis 1.7.

    Veranstaltungsorte sind Raum A 606 an der TU Berlin und verschiedene Orte in Berlin Neu-Hohenschönhausen. Die Kurssprache ist Deutsch.

    Seminarleitung: Aylin Akyildiz (pbi) und Steffen Klotz (CUD)

    Weitere Infos zu Anmeldung und Anrechnung auf den Seiten der Berlin University Alliance sowie per Mail.

    C/O _______

    Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung | Researching housing quality in large housing estates with children and young people

    Research

    Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung

    Der steigende Wohnungsbedarf in Berlin erfordert rasche Neubauten. Wohngebiete verdichten sich. Großwohnsiedlungen scheinen nach einer langen Zeit der Kritik wieder eine Lösung für die Wohnungsfrage zu sein.

    Der aktuelle Handlungsdruck der Bestandshalter zu Neubau und Verdichtung birgt die Gefahr, dass die Planung nicht auf heutige gesellschaftliche Entwicklungen reagiert, an den Bedürfnissen der aktuellen und zukünftigen Bewohner*innen vorbeigeht und unterschätzte Qualitäten der Großwohnsiedlungen aushöhlt. Denn genaues Wissen über die tatsächlich erlebten Qualitäten in diesen Siedlungen ist bisher kaum vorhanden.

    Unter dem Titel „C/O _______“ untersucht das Forschungsprojekt deshalb gemeinsam mit jungen Menschen in Berlin Neu-Hohenschönhausen, was die Wohnrealitäten, und damit auch -qualitäten, der Menschen in Großwohnsiedlungen ausmacht. C/O _______ bietet die Möglichkeit, den Wohnraum auch über den Raum der Wohnung hinaus zu denken und den Netzwerkraum des Wohnalltags junger Menschen in den Blick zu nehmen. Mit verschiedenen Formaten kokreativer Foschung und Wissenschaftkommunikation dockt das Projekt mit seiner flexiblen Struktur – C/O _______ – an bestehende Einrichtungen jugendlicher Daseinsvorsorge an.

     

    The increasing demand for housing in Berlin requires rapid new construction. Residential areas are becoming denser. After a long period of critique, large housing estates now seem to be a solution to the housing issue once again.

    The current pressure from existing owners to build new housing and increase density harbors the danger that planning will not respond to today’s social developments, will bypass the needs of current and future residents, and will undermine the underestimated qualities of large housing estates. This is because precise knowledge about the qualities actually experienced in such housing estates has to date hardly been available.

    Under the title “C/O _______”, the research project is therefore investigating, together with young people in Berlin Neu-Hohenschönhausen, what constitutes the living realities, and thus also living qualities, experienced by people living in large housing estates. C/O _______ offers the opportunity to think about living space beyond the space of the apartment, and to take a look at the network space of young people’s everyday lives. With various formats of co-creative research and scientific communication, the project docks onto existing institutions for young people with its flexible structure – C/O _______ -.

    Projektleitung / Project Lead:  Prof. Dr. Kristin Wellner (pbi), Prof. Jörg Stollmann (CUD)

    Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen / Researchers: Aylin Akyildiz, Karoline Fahl, Steffen Klotz

    Studentische Hilfskräfte / Student Assistance: Oscar Mehlitz, Soraya, Wyssusek

    Förderung / Funding: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Förderbereich / Funding Area: Citizen Science/ Bürgerforschung
    Förderungszeitraum / Funding Period: 04/2021 – 03/2024

    Partner / Partners: Bezirksamt Lichtenberg, Gangway e.V., GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen – Bremen, HUMBOLDT VIADRINA Governance Platform gGmbH, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Stiftung Stadtkultur der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, Institut für Stadt- und Regionalplanung – TU Berlin, Verein für aktive Vielfalt e.V.

    Die Banlieues der Hauptstadt

    Final Presentation

    Teaching

    Das Bachelor-Studio im WS2021/22 mit dem Titel “Die Banlieues der Hauptstadt” beschäftigte sich mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklungen der Berliner Peripherie – insbesondere des ehemaligen Ost-Berlins. Wir haben uns für ein größeres Gelände n Marzahn entschieden, das seit längerem für einen sogenannten Clean-Tech-Park vorgesehen ist, aber seit langem ziemlich leer steht. Das Gebiet, das in der Geschichte und vor allem heute Zeuge ständiger Projektionen von Ideen und Entwicklungen ist, und dessen Planung, hat uns im Studio vor die Frage gestellt, wie solche neuen großen Wohn-, Industrie- und Gewerbeprojekte mit den bereits bestehenden Stadtstrukturen und Gemeinschaften umgehen. Die Studioprojekte mit den zukünftigen Designvorschläge der Studierenden, konzentrieren sich auf diese Fläche mit der Prämisse, einer möglichst großen Berücksichtigung dessen, was auf dem Gelände bereits vorhanden ist. Sie sollen mit dem bestehenden natürlichen Habitus der vorhanden Communities, die mit dem bestehenden industriellen Erbe arbeiten und Projekte entwickeln, die mit unsichtbaren spezifischen neuen Gemeinschaften auf dem Gelände entstehen können.

    Die Studenten werden ihre Projekte am 17.02.2022 um 11.00 Uhr im Erdgeschoss des IfA-Gebäudes – Raum Forum – vorstellen.

    ZOOMLINK

    Meeting ID: 695 4455 3069 Passcode: 411899

    Gastkritiker:

    Ana Filipović: If/Then; Soft Agency
    Andrijana Ivanda: c/o now

     

    Poster Bildreferenz: Martin Margiela Frühjahr/Sommer 1990 Präsentation, Paris, 19. Oktober 1989. Foto: Jean-Claude Coutausse.

    Spatial Commons (12.2) - Wir sind bereit, wenn ihr es seid!

    Finale

    Teaching

    Wir wollen gemeinsam darüber sprechen, wie wir einem Besser-Wissen und Besser-Leben von außen vorbeugen können und gemeinsam überlegen, wie ein kollektives Wissen und Wollen für ein Besseres Leben in und über die Siedlung hinaus durch gemeinschaftsbasiertes Planen erreicht werden könnte.
    Das ist und war eine große Herausforderung, an der wir uns ein ganzes Semester immer wieder gerieben haben.

    Schön dass sie und Ihr alle da seid!

    Wann: Freitag, 18.02.2022, 10 bis 14 Uhr

    Wo:   ZOOMLINK

    Meeting-ID: 660 6167 2652
    Kenncode: 545018

    Gäste
    Philipp Ahrens, Fraktionsvorsitzender, BVV-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg, Aylin Akyildiz, Forschungsprojekt Wohnqualität mit Kindern und Jugendlichen, NHSH, SFB, TU Berlin, Ruslan Aliev, Ansprechpartner BENN NHSH, BENN Wartenberg im Aufbau, Britta Brauchkoff, Verein für aktive Vielfalt e.V. (VaV), Jonas Griesbaum, AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkhard und Partner mbB, Juliette Höhne, MV Berolina, Interessensgemeinschaft Arnimstraße, Beate Janke, Stadtteilkoordinatorin, Verein für aktive Vielfalt e.V., Steffen Klotz , Forschungsprojekt Wohnqualität mit Kindern und Jugendlichen, NHSH, SFB, TU Berlin, Monika Kuhnert, Projetkkoordination, Neues Urbanes Zentrum NHSH, Bezirksamt Lichtenberg, Mike Müller, Stadtteilkoordination, Bürgerverein Hohenschönhausen e.V., Henriette Nagel, HOWOGE, Referentin Quartiersentwicklung Neubau, Christoph Neye, HOWOGE, Mobilitätsbeauftrager, Ruth Pützschel, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Gruppenleiterin Hohenschönhausen Nord und Süd, Gwendolin Rösler, HOWOGE Kundenzentrum, Thorsten Schmidt, Leiter Cabuwazi Neu-Hohenschönhausen, Regina Schmidt, Erstbezüglerin und Bewohnerin NHSH, Elke Schuster, aktive Bewohnerin NHSH, ehem. Berliner Luft, Anja Steglich, Roof Water Farm, Diana Thiede, Gebietskoordinatorin NHSH, Petra Trsetziak, Einrichtungsleiterin Volkssolidarität und Sprecherin des GGV (Gerontopsychatrisch Geriatischer Verbund), , Philipa Weyers, HOWOGE, Quartiersentwicklung Neubau, Anton Wohldorf, Büro Happold, Auftragnehmer HOWOGE zur Quartierskonzeption Neu-Hohenschönhausen, Paula Pons, Maximilian Hinz, Marienne Wissmann, Lisa Rebekka Schmidt, NHSH Radar 2020

    Dank
    an alle, die uns im Prozess unterstützt haben, uns begleitet und wichtige Denkprozesse angestossen haben, aber heute nicht hier sein können:

    Roberta Burghardt, Planungskooperative coopdisco, Karsten Dietrich, Wirtschaftskreis Hohenschönhausen – Lichtenberg, Kevin Höhnicke, Bezirksstadtrat Lichtenberg, Rainer Johann, Projektleiter Wohnungsneubau, Mathias Heyden, Bezirksamt Friedrischhain-Kreuzberg Julia Köpper, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, OKTAGON Architekturkollektiv, Max Rudolph, Form Follows You, Heribert Rustige, AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkhard und Partner mbB, Joachim Schultz Granberg, Stadtplaner und Professor für Städtebau an der MSA | Münster School of Architecture, Studio Schultz Granberg, Markus Sellnow, Garagennutzer, Interessensgemeinschaft Arnimstraße, Rebekka Wall & Felix Marlow, Forschungsprojekt Modellprojekte – Bestandsentwicklung durch Public-Civic Partnership, Steffen Quinger, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Fachbereiches Naturschutz und Landschaftsplanung

    Team NHSH Radar – Bereit?

    Johanna Becker, Anna Beckmann, Henriette Depperschmidt, Barbara Grollmus Zúñiga, Johann Grunenwald, Michael Hindelang, Felicitas Konrad, Patrick Krämer, Katharina Lind, Tom Meiser, Feia Nehl, Helen Neuenkirch, Angelika Orsagosch, Nikolas Schleeh, Zoe Schloen, Mailies Stichling, Lukas Stockmeier, Charlotte Uhlig, Emma Wilisch, Elena Wünschmann, Saskia Hirtz

    Konzept und Betreuung

    Anna Heilgemeir
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Chair for Urban Design and Urbanisation,
    TU Berlin

    Prof. Jörg Stollmann
    Leiter Chair for Urban Design and Urbanization,
    TU Berlin

    Veljko Marcovic
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Chair for Urban Design and Urbanisation

    Niklas Kuhlendahl
    Lehrbeauftragter, Chair for Urban Design and Urbanisation, freiberuflicher Architekt, Mitglied der Initiative Campus Cosmopolis , Projektkoordination für die Mietergenossenschaft Selbstbau e.G

    Bettina Barthel
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin, Mitglied der DFG-Forschungsgruppe Recht – Geschlecht – Kollektivität, Projektintegrierte Veranstaltung Community!? Zwischen imaginierter Gemeinschaft und urbaner Praxis.

    Die Banlieues der Hauptstadt [Studio]

    Kursbeschreibung

    Teaching

    Im Tagesspiegelartikel ‚Die Banlieues der Hauptstadt‘ (06/2020) vergleicht der Journalist Ralf Schönball Berlins periphere Großwohnsiedlungen mit den Pariser Banlieues um darauf hinzuweisen, dass auch in Berlin die Trennung zwischen einem ‚reichen‘ Zentrum und einer ‚armen‘ Peripherie immer mehr zunimmt. Daneben kann in der Peripherie des ehemaligen Ostteils der Stadt ein beschleunigter Anstieg der Entwicklung von neuem Wohnraum festgestellt werden, welcher nicht unbedingt vorteilhaft für die Einwohner, die im Vergleich zum Rest der Stadt bereits in sehr prekären Verhältnissen leben, ist. Dies wird der Ausgangspunkt für unser Studio sein.

    Das Hauptaugenmerk liegt auf einem Gelände, das derzeit für den Clean Tech Business Park reserviert ist (ca. 90 ha). Dieser Bereich wird für uns Testgelände, eine sich diversifizierte Peripherie, in der wir verschiedene urbane Szenarien und Lebensstile projizieren, die Vorstellungen von Exklusivität oder Inklusivität, Arbeiten und Wohnen, Produktivität und Freizeit widerspiegeln. Diese Lebensstile werden mit dem unmittelbaren Kontext der umgebenden 4 Stadtteile, die entsprechend analysiert werden, in Schwingung gebracht.

    Wir wollen darüber spekulieren, wie unterschiedliche Lebensstile (politischer formuliert als Habitus), unterschiedliche Räume (Habitat) hervorbringen, inwieweit und wie die verschiedenen Gruppen miteinander und mit den bereits existierenden Bewohner*innen interagieren und wie Architektur und Stadtgestaltung das Neue aufnehmen und unterschiedliche Formen des Zusammenlebens fördern können.

    Alle weiteren Informationen zu diesem Studio findet Ihr über ISIS.

    Spatial Commons (12.2) - Wir sind bereit, wenn ihr es seid! [Studio]

    Kursbeschreibung

    Teaching

    Wir sind bereit, weil ihr es seid! Mit diesem Slogan werben die Grünen 2021 bei der Bundestagswahl. Aber wer ist dieses ominöse WIR und bereit für WAS? Unser eigenes grünes WIR fühlt sich angesprochen, denn wir wissen, worum‘s geht: Klimaschutz, Verkehrswende, Gemeinschaft, Solidarität. WIR wollen Fortschritt, gemeinschaftliche Stadtplanung, Aneignung, …WIR das sind gebildete, eher junge, oftmals in der Innenstadt lebende Planer*innen.

    Aber wie kann dieses WIR Stadt klimatisch und sozial weiter entwickeln, ohne an dem großen WIR vorbei zu planen, an denen, die sowohl räumlich als auch in Bezug auf soziales und ökonomisches Kapital oft am Rande stehen?

    Berlin im Herbst 2021: WIR befinden uns in Neuhohenschönhausen: Anlässlich einer Planung mit Wettbewerb für ein Neues Zentrum Neuhohenschönhausen, wurde im SoSe2021 eine Gruppe gegründet: NHSH unterm Radar!

    WIR haben uns vorgestellt, sind auf die Suche nach anderen WIRs, nach alternativen Zentren, nach Lebensvorstellungen, nach Wünschen gegangen. Eines haben wir gelernt- in NHSH passiert viel, NHSH ist vernetzt, aber das meiste passiert unter dem Radar. Man fühlt sich in der Planung – wie auch in vielen anderen Bereichen abgehängt. ‚WIR werden nicht gefragt‘, sagen die einen, ‚Die Leute haben anderes Sorgen und beteiligen sich WIR haben ganz viel versucht‘…. heißt es auf der anderen Seite.

    No Design without Community – No Community without Design? Mit unseren immer wieder kehrenden Ideen einer ‚nachhaltigen‘, ‚aneigenbaren‘, ‚kooperativen‘ Stadt, gehen WIR  nach NHSH, auf der Suche nach einer Community, die dafür bereit ist…oder eben auch nicht.

    Alle weiteren Informationen zu diesem Studio findet Ihr über ISIS.

    Spatial Commons (12.1) - Gemeingut in der Peripherie

    (D)EIN NEUES ZENTRUM? GEMEINGUT IN DER PERIPHERIE

    Teaching

    Sehr geehrte Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, liebe Anwohner*innen, liebe Akteur*innen, liebe Vertreter*innen der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung,

    Beiliegend finden Sie einen offenen Brief zum Wettbewerbsverfahren “Urbanes Zentrum Neu-Hohenschönhausen” zu dem heute um 16 Uhr die Beiträge der 1. Phase eingereicht werden – dieser findet aktuell unter dem Radar der lokalen Bewohner*innen sowie gesamtstadt-politischen Diskurs statt.

    Hierbei handelt es sich um Handlungshinweise zur gemeinwohlorientierten Zentrumsentwicklung in Neu-Hohenschönhausen.
    Ergänzende Informationen und Dokumentation der Arbeitsergebnisse  des Teams nhsh-radar finden Sie auf der Website:  www.nhsh-radar.de.

    Dieser offene Brief richtet sich an:

    -Wettbewerbsverantwortliche des städtebaulichen Wettbewerbs “Urbanes Zentrum Neu-Hohenschönhausen”
    -Verwaltung der Bezirksamts Lichtenberg

    -Bezirksamt für Stadtentwicklung Lichtenberg

    -Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

    Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg

    sowie weitere politische Entscheidungsträger*innen, Interessensvertreter*innen und Akteur*innen.

    Leiten Sie diese Pressemitteilung gerne an all diejenigen weiter, für die dieses Schreiben ebenfalls von Relevanz sein könnte.

    Herzlichen Dank und freundliche Grüße,

    das Team nhsh-radar

    eine Initiative von Studierenden im Rahmen eines Lehrangebots des Lehrstuhls für Städtebau und Urbanisierung (CUD), TU Berlin

    link zum offenen Brief

    _____________________

    mail: info@nhsh-radar.de

    website: nhsh-radar.de

    Spatial Commons (12.1) - Gemeingut in der Peripherie [Studio]

    NHSH unterm Radar

    Teaching

    Erste Veranstaltung: Donnerstag 15.04.21 | 11.00 | ISIS/Zoom

    Für die Großwohnsiedlung Neu-Hohenschönhausen sollen 2021 durch einen städtebaulichen Planungs-Wettbewerb Ideen für ein neues Urbanes Zentrum erörtert werden.  Die Veränderungen und Entwicklungen an der Berliner Peripherie finden bislang jedoch vielfach unter dem Radar statt.

    In der in den 70er Jahren errichtete Siedlung mit 55.000 Einwohner*innen finden wir einen der größten Wohnungsbestände in öffentlicher Hand. Trotz einer sich wandelnden Bevölkerungsstruktur werden die Debatten der Innenstadt – Gentrifizierung, Vielfalt der Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, alternative Trägerschaften, kooperative Planungsprozessen und einer vergemeinschafteten Stadt/Re-Produktion nicht geführt.

    Das Entwurfsstudio ‘NHSH unterm Radar?’ beschäftigt sich mit der Frage wie ein neues Zentrum für eine solche Siedlung aussehen könnte, wenn es als Gemeingut mit Akteur*innen vor Ort und aus der Gesamtstadt gedacht, entwickelt, gebaut und betrieben wird.

    Die Herausforderung: neuer Wohnraum soll als re-/produktiver Prozess derer die schon da sind und derer die noch kommen entstehen? Wir und die ganze Stadt sind gefragt!

    Welche Ebenen müssen wir als Planer*innen mitdenken, wenn wir Weiterentwicklung als re-/produktiven Prozess sehen, den wir anstoßen, fördern und erhalten wollen?

    Welche Qualitäten gäbe es auf räumlicher, organisatorischer, ökonomischer, sozialer Ebene vor Ort und welche Strukturen braucht es für eine Vernetzung innerhalb des Quartiers, mit dem Zentrum, dem Umland, aber auch mit der Landschaft? Welche gesamtstädtisch relevanten Themen müssen auf den Radar? Wie könnten bestehende Trägerschaften und Initiativen, die sich im Zentrum Berlins engagieren, sich in die Entstehung kollektiver und selbstbestimmter Prozesse einbringen?

    Im Studio wolllen wir als gemeinschaftlich organisiertes Community Design Team – ergänzend zum Wettbewerb und als Debattenbeitrag- mit Akteur*innen vor Ort und aus der Gesamtstadt einen Alternativplan für das NSHS Zentrum entwerfen.

    Teilnehmer*innenzahl: 17 Städtebau I + 3 Städtebau II

    8 SWS – 12 LP (Studio) / 2 SWS – 3 ECTS (PiV) / 6 SWS – 9 LP (Städtebau II)

    Quisposnummer: 40385 / 40405 (PiV) / 40425 (Städtebau II)

    Das Studio findet online statt.

    Das PiV wird durch Dr. Claudia Seldin und Dr. Juliana Canedo durchgeführt. 

    Betreuung: Anna Heilgemeir, Julia Köpper

    News [Lecture]

    Du, meine konkrete Utopie

    News

    Zara Pfeifer | Architektin, Fotografin | Wien

    Donnerstag 12.12.2019 | 18.00 Uhr | Foyer IfA 

     

    Aus ihrer Diplomarbeit an der Akademie der bildenden Künste Wien entwickelte Zara Pfeifer ihr langjähriges Foto- und Rechercheprojekt Du, meine konkrete Utopie über die in den 1970er Jahren von dem Architekten Harry Glück entworfene Wohnanlage Alterlaa in Wien. 

    Charakteristisch für die Terrassenbauten sind die mit Trögen bepflanzten grünen Fassaden und die Schwimmbäder auf den Dächern der 70 Meter hohen Gebäude. 

    Neben den 3.200 Wohnungen – von denen Zara Pfeifer einige für kurze Zeit selbst bewohnte – zeichnet zudem eine Vielzahl von gemeinschaftlichen Flächen die Architektur der Wohnblöcke aus. 

    Diese werden von derzeit 33 Clubs genutzt, die aus der Bewohnerschaft über die Jahre entstandenen sind. Für Du, meine konkrete Utopie hat Zara Pfeifer sie besucht und dokumentiert. 

    Du, meine konkrete Utopie wurde 2017 im Kerber Verlag veröffentlicht, ausgezeichnet und in Europa und den USA ausgestellt. In ihren Langzeitprojekten nimmt Zara Pfeifer auch einen aktiven Part ein: als am Sozialleben in Alterlaa Teilnehmende oder als LKW-Beifahrerin auf einer Route durch Europa. 

    Wohnen in Berlin (8) - Die Zeitmaschine 2017 - 2037 - 2017 [Studio]

    Kursbeschreibung

    Teaching

    Berlin braucht Wohnraum. Nachverdichtung ist die aktuelle Prämisse der Stadtentwicklung. Darüber wird jedoch oft vergessen, dass die Planung von Heute nicht nur quantitative, sondern insbesondere auch qualitative Dynamiken reflektieren muss: Klimawandel, schwindende fossile Ressourcen, neue Lebens- und Arbeitsformen im Rahmen der Globalisierung und Digitalisierung, eine kulturell diversifizierte, zunehmend alternde Gesellschaft sowie eine sich abzeichnende wachsende sozioökonomische Schere.
    Deshalb wollen wir den Blick auf die Zukunft weiter aufspannen und die Frage stellen, was Nachbarschaften stark und auch in Zukunft resilient – das heißt lebenswert und offen für Veränderungen – macht. Gegenstand sind Berliner Großwohnsiedlungen, deren Bestandshalter und Bewohner*innen auf ein schnelleres und höheres Maß an Wandel reagieren müssen. Wir fragen: Welche Ressourcen stehen diesen heute zur Verfügung und welche können durch räumliche und infrastrukturelle Gestaltung in Zukunft erschlossen werden? In Zusammenarbeit mit der Professur für Urbane Resilienz und Digitalisierung werden wir anhand von szenario-basierter Planung Modelle zukünftiger urbaner Kooperation und Koexistenz entwerfen, bewerten und räumlich gestalten. Diese sollen als Grundlage einer Diskussion mit Bestandshaltern, Kommunen und Bewohner*innen dienen können.

    The Peripheral Dialogues

    Studio brief

    Teaching

    “Città diffusa“, “Zwischenstadt”, “Plankton City”…
    As the discourse on the urban periphery grows – its charms and mysteries being more and more discussed, examined, partially disclosed, Berlin remains a very specific case. In a city that through the Wall-division multiplied border situations as well as reinforced its already strong, historically developed centers, the housing question applied to the so-called “Außenstadt” requires specific and subtle answers – ones that are rooted in Berlin’s multilayered/multi-centered reality. Where does Berlin’s periphery start and where does it end? What specific features does it entail (i.e. textures, sporadic events, lifestyles etc.)? Is there anything to learn from other cities, regarding typologies and the overall performance?
    The urban design studio will examine models to comprehend and transform a wide range of peripheral urban situations in Berlin – from East to West, North to South, throughout lakes, forests, highways, single family homes, Großsiedlungen… Landscape will be a preferred lens to observe and a favored medium to operate. The building of controversies as well as prolonged on-site immersion will complement this wide investigation on still overlooked, but nonetheless decent, in their own way powerful, urban realities.

    In collaboration with “No Image” (D. Bauer, S. Weindauer, A-M. Yuste)

    Excursion to Paris during the first half of the semester.

    Wohnen in Berlin (6) - Die Fischerinsel. Au revoir, Archipel! [Studio]

    Kursbeschreibung

    Teaching

    Im seit der Wende in Berlin noch immer praktizierten stadtplanerisches Dogma der Heilung und des Wiederaufbaus liegt, zwischen Townhäusern, Berliner Schloss, Museumsinsel, künftigem Flussbad Berlin und „Kreuzberger Vorstadt“, die Fischerinsel, eine der letzten innerstädtischen sozialen Wohnutopien im langsam verschwindenden Archipel der heterogenen Nachbarschaften Berlins.
    Angefeindet von denen, deren historischer Stadtkern für eine Stadtlandschaft aus Licht, Luft und demokratischer Wohnraumversorgung weichen musste, geliebt von alldenjenigen, die die Wohnungen mit Weitblick im grünen Meer bewohnen und begehrenswert für diejenigen, die eine schnelle Lösung der Wohnungsfrage oder Profitmöglichkeiten mitten in der Stadt suchen.
    Im Studio soll die Möglichkeit einer sozial, ökologisch und ökonomisch gerechten Entwicklung der Fischerinsel untersucht werden. Wie weit und in welcher Form kann/soll die Fischerinsel im Kontext des Berliner Wachstums nachverdichtet werden? Wie können lokale Akteure mit Fokus auf die soziopolitische und stadträumliche Gesamt-Lage einbezogen werden? Können sich aus diesem Lernprozess produktive Modelle für andere Großsiedlungen in der Stadt ergeben?
    In Koop. mit Flussbad Berlin e.V.