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    Komplexe Wohnrealitäten [Seminar]

    Raumexperimente mit multimedialen und multiskalaren Forschungsmethoden

    Teaching

    Erste Veranstaltung: Dienstag, 19.4.22 | 14Uhr | Zoom

    Was können experimentelle Mappings als analytische Methode für die kollaborative Wissensproduktion und -kommunikation über (Wohn)Raum leisten?

    Ausgangsmaterial sind die im Citizen-Science-Projekt „Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung“ gewonnenen Daten. Aufbauend auf dem Konzept der „Joint Spatial Displays“ (Marguin et al.), wollen wir in engem Austausch mit Kindern und Jugendlichen in Neu-Hohenschönhausen gemeinsam Wege suchen, wie sich Wohnrealitäten junger Menschen mit räumlich-grafischen Methoden aufschlüsseln lassen. Die Ergebnisse sollen in eine visuell-installative Darstellung übersetzt und mit einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Das Angebot richtet sich an Studierende höherer Semester mit ausgewiesenem Interesse an Stadtforschung und Freude an transdisziplinärer Arbeit.

    Das Seminar wird als X-Student Research Group durch die Berlin University Alliance gefördert.

    Die Veranstaltung findet alle zwei Wochen statt. Hinzu kommen Blockveranstaltungen am 26.4. und 27.4. sowie vom 27.6. bis 1.7.

    Veranstaltungsorte sind Raum A 606 an der TU Berlin und verschiedene Orte in Berlin Neu-Hohenschönhausen. Die Kurssprache ist Deutsch.

    Seminarleitung: Aylin Akyildiz (pbi) und Steffen Klotz (CUD)

    Weitere Infos zu Anmeldung und Anrechnung auf den Seiten der Berlin University Alliance sowie per Mail.

    C/O _______

    Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung | Researching housing quality in large housing estates with children and young people

    Research

    Forschen mit Kindern und Jugendlichen zur Wohnqualität in der Großwohnsiedlung

    Der steigende Wohnungsbedarf in Berlin erfordert rasche Neubauten. Wohngebiete verdichten sich. Großwohnsiedlungen scheinen nach einer langen Zeit der Kritik wieder eine Lösung für die Wohnungsfrage zu sein.

    Der aktuelle Handlungsdruck der Bestandshalter zu Neubau und Verdichtung birgt die Gefahr, dass die Planung nicht auf heutige gesellschaftliche Entwicklungen reagiert, an den Bedürfnissen der aktuellen und zukünftigen Bewohner*innen vorbeigeht und unterschätzte Qualitäten der Großwohnsiedlungen aushöhlt. Denn genaues Wissen über die tatsächlich erlebten Qualitäten in diesen Siedlungen ist bisher kaum vorhanden.

    Unter dem Titel „C/O _______“ untersucht das Forschungsprojekt deshalb gemeinsam mit jungen Menschen in Berlin Neu-Hohenschönhausen, was die Wohnrealitäten, und damit auch -qualitäten, der Menschen in Großwohnsiedlungen ausmacht. C/O _______ bietet die Möglichkeit, den Wohnraum auch über den Raum der Wohnung hinaus zu denken und den Netzwerkraum des Wohnalltags junger Menschen in den Blick zu nehmen. Mit verschiedenen Formaten kokreativer Foschung und Wissenschaftkommunikation dockt das Projekt mit seiner flexiblen Struktur – C/O _______ – an bestehende Einrichtungen jugendlicher Daseinsvorsorge an.

     

    The increasing demand for housing in Berlin requires rapid new construction. Residential areas are becoming denser. After a long period of critique, large housing estates now seem to be a solution to the housing issue once again.

    The current pressure from existing owners to build new housing and increase density harbors the danger that planning will not respond to today’s social developments, will bypass the needs of current and future residents, and will undermine the underestimated qualities of large housing estates. This is because precise knowledge about the qualities actually experienced in such housing estates has to date hardly been available.

    Under the title “C/O _______”, the research project is therefore investigating, together with young people in Berlin Neu-Hohenschönhausen, what constitutes the living realities, and thus also living qualities, experienced by people living in large housing estates. C/O _______ offers the opportunity to think about living space beyond the space of the apartment, and to take a look at the network space of young people’s everyday lives. With various formats of co-creative research and scientific communication, the project docks onto existing institutions for young people with its flexible structure – C/O _______ -.

    Projektleitung / Project Lead:  Prof. Dr. Kristin Wellner (pbi), Prof. Jörg Stollmann (CUD)

    Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen / Researchers: Aylin Akyildiz, Karoline Fahl, Steffen Klotz

    Studentische Hilfskräfte / Student Assistance: Oscar Mehlitz, Soraya, Wyssusek

    Förderung / Funding: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Förderbereich / Funding Area: Citizen Science/ Bürgerforschung
    Förderungszeitraum / Funding Period: 04/2021 – 03/2024

    Partner / Partners: Bezirksamt Lichtenberg, Gangway e.V., GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen – Bremen, HUMBOLDT VIADRINA Governance Platform gGmbH, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Stiftung Stadtkultur der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, Institut für Stadt- und Regionalplanung – TU Berlin, Verein für aktive Vielfalt e.V.