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    Wohnen in Berlin 4 - Dragoner Areal [Studio]

    Endpräsentation

    Teaching

    Berlin wächst seit 2011 um 50.000 Einwohner pro Jahr, Prognosen gehen von einem kontinuierlichen Trend aus. Mittlerweile liegt der Wohnungsleerstand auf einem historischen Tief von 2%. Die Berliner Planungsämter werden von der demographischen Welle buchstäblich überrollt, auch da die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ihre Planungsabteilungen in der Berliner Haushaltskrise abgebaut haben. Unterdessen äußerten Berliner Wähler*innen 2014 mit dem Volksentscheid zur 100-prozentigen Bewahrung des Tempelhofer Feldes ihre Kritik an Entwickler betriebenen Großprojekten. 

    Auf dem Gelände der ehemaligen Garde-Dragoner Kaserne in Kreuzberg wird aktuell in großem Maßstab Wohnungsbau möglich. Die durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Anfang 2014 erneut zum Kauf angebotene Fläche ist mit 5 ha die zweitgrößte verbliebene innerstädtische Liegenschaft nach dem Tempelhofer Feld. Als Einschluss innerhalb des größten Kreuzberger Block entzieht sich das ‘unsichtbare’ Areal der alltäglichen Wahrnehmung. Jenseits des vielfrequentierten Mehringdamm, von allen Seiten durch teilweise denkmalgeschützten Bestand umgeben, findet sich eine kleingewerblich genutzte, introvertierte Welt.

    Mit Anlass der geplanten Veräußerung der Fläche nach Höchstgebot haben sich zwei Initiativen gegründet, die sich unter anderem für ein Konzeptvergabeverfahren, eine Bewohner gesteuerte Entwicklung und niedrigpreisige Mietkonzepte einsetzen. Da der Bund gegen die Interessen des Berliner Senats und Bezirks Kreuzberg an der Vergabepolitik nach Höchstgebot festhält, findet sich die Berliner Politik in einer schwierigen Lage. Diese spiegelt sich in den von Senat und Bezirk herausgegebenen städtebaulichen Leitlinien zur Entwicklung des Geländes. Im Kontext des Höchstbieterverfahrens beschreiben sie ein Phantom-Projekt: es wird zugleich die Einhaltung von Ensemblewirkung und Denkmalschutz gefordert, eine Hochhausentwicklung versagt und, für eine sozial ausgewogene Bevölkerungsstruktur, 33% geförderter Wohnungsbau festgeschrieben.

    Das Potential der Initiativen-Projekte wird vor dem Hintergrund der Berliner Nachwende Entwicklungspraxis deutlich. Während die Masse großmaßstäblicher Wohnungsbauprojekte durch kommerzielle Developer geplant wurde, sind integrative und innovative (jedoch meist kleinmaßstäbliche) Projekte, vor allem in kollektiver Organisation entstanden. Die Vorschläge der Initiativen beschreiben das vielversprechende Experiment alternative Entwicklungspraxen mit all ihren Qualitäten hoch zu skalieren.

    Anhand der Angebote der Initiativen, Ausgang für Entwurfsszenarien des Studios, werden wir untersuchen wie sich eine verdichtete Bebauung mit den Vorgaben des Bezirks verträgt.

    Wohnen in Berlin 4 - Dragoner Areal [Studio]

    Open Studio

    Teaching

    Berlin wächst seit 2011 um 50.000 Einwohner pro Jahr, Prognosen gehen von einem kontinuierlichen Trend aus. Mittlerweile liegt der Wohnungsleerstand auf einem historischen Tief von 2%. Die Berliner Planungsämter werden von der demographischen Welle buchstäblich überrollt, auch da die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ihre Planungsabteilungen in der Berliner Haushaltskrise abgebaut haben. Unterdessen äußerten Berliner Wähler*innen 2014 mit dem Volksentscheid zur 100-prozentigen Bewahrung des Tempelhofer Feldes ihre Kritik an Entwickler betriebenen Großprojekten. 

    Auf dem Gelände der ehemaligen Garde-Dragoner Kaserne in Kreuzberg wird aktuell in großem Maßstab Wohnungsbau möglich. Die durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Anfang 2014 erneut zum Kauf angebotene Fläche ist mit 5 ha die zweitgrößte verbliebene innerstädtische Liegenschaft nach dem Tempelhofer Feld. Als Einschluss innerhalb des größten Kreuzberger Block entzieht sich das ‘unsichtbare’ Areal der alltäglichen Wahrnehmung. Jenseits des vielfrequentierten Mehringdamm, von allen Seiten durch teilweise denkmalgeschützten Bestand umgeben, findet sich eine kleingewerblich genutzte, introvertierte Welt.

    Mit Anlass der geplanten Veräußerung der Fläche nach Höchstgebot haben sich zwei Initiativen(1) gegründet, die sich unter anderem für ein Konzeptvergabeverfahren, eine Bewohner gesteuerte Entwicklung und niedrigpreisige Mietkonzepte einsetzen. Da der Bund gegen die Interessen des Berliner Senats und Bezirks Kreuzberg an der Vergabepolitik nach Höchstgebot festhält, findet sich die Berliner Politik in einer schwierigen Lage. Diese spiegelt sich in den von Senat und Bezirk herausgegebenen städtebaulichen Leitlinien zur Entwicklung des Geländes. Im Kontext des Höchstbieterverfahrens beschreiben sie ein Phantom-Projekt: es wird zugleich die Einhaltung von Ensemblewirkung und Denkmalschutz gefordert, eine Hochhausentwicklung versagt und, für eine sozial ausgewogene Bevölkerungsstruktur, 33% geförderter Wohnungsbau festgeschrieben.

    Das Potential der Initiativen-Projekte wird vor dem Hintergrund der Berliner Nachwende Entwicklungspraxis deutlich. Während die Masse großmaßstäblicher Wohnungsbauprojekte durch kommerzielle Developer geplant wurde, sind integrative und innovative (jedoch meist kleinmaßstäbliche) Projekte, vor allem in kollektiver Organisation entstanden. Die Vorschläge der Initiativen beschreiben das vielversprechende Experiment alternative Entwicklungspraxen mit all ihren Qualitäten hoch zu skalieren.

    Anhand der Angebote der Initiativen, Ausgang für Entwurfsszenarien des Studios, werden wir untersuchen wie sich eine verdichtete Bebauung mit den Vorgaben des Bezirks verträgt.