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Community Land Trusts*

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Community Land Trusts (CLT) sind ein gemeinschaftliches, nicht gewinnorientiertes Eigentumsmodell, mit dem Grund und Boden der Spekulation entzogen wird, um diesen dauerhaft für günstigen Wohnraum aber auch für andere soziale, kulturelle oder gewerbliche Nutzungen zur Verfügung zu stellen. In den 1970er Jahren im Kontext der Bürgerrechtsbewegung im ländlichen Süden der USA entstanden, gibt es mittlerweile hunderte von Community Land Trusts vor allem in den USA und Großbritannien, aber nicht nur dort. Gerade in den Städten sind CLTs zu einem erprobten Mittel gegen Gentrifizierung und Verdrängung geworden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte, Struktur und Entwicklung dieses gemeinschaftlichen Eigentumsmodells und stellt beispielhaft verschiedene internationale Projekte sowie die gerade in Gründung befindliche CLT-Stiftung in Berlin vor.

Sabine Horlitz ist Architektin und Stadtforscherin mit den Schwerpunkten Wohnungsbau und nicht spekulative Eigentumsmodelle. Sie hat am Center for Metropolitan Studies über den US-amerikanischen Sozialwohnungskomplex Pruitt-Igoe promoviert und forschte u.a. an der Humboldt Universität zu Modellen kollektiven Landbesitzes. Sie ist zudem Teil einer Arbeitsgruppe in Friedrichshain-Kreuzberg, die in Berlin eine dem CLT-Modell ähnliche Struktur umsetzen möchte. Seit März 2019 ist sie im Rahmen einer halbjährigen Anschubfinanzierung der TU als Post-Doc am Fachgebiet für Städtebau und Urbanisierung.

*CLT Initiative für Berlin aus Friedrichshain Kreuzberg:
Community = Gemeinschaft, Gemeinde, ÖffentlichkeitTrust = Vertrauen, Stiftung, Absicherung Land = Grundstück, Grundbesitz, Boden